Marathontraining stellt den Körper vor kontinuierliche Anforderungen und macht Erholung, Mobilität und die Regulation des Nervensystems zu wesentlichen Bestandteilen des Weges. Für Marathonläuferin und Yogalehrerin Kiki Kian aus Indonesien begann Yoga als Möglichkeit, das Laufen durch Dehnung und Erholung zu unterstützen, und entwickelte sich schließlich zu einer tieferen Praxis, die in Achtsamkeit und Balance verwurzelt ist.
Vom Marathonlaufen zum Yoga-Unterrichten
Seit meinem ersten Marathon im Jahr 2016 entdeckte ich Yoga als eine Möglichkeit, meine Laufleistung zu unterstützen, beginnend mit einfachem Dehnen und sich allmählich zu einer lebenslangen Praxis vertiefend.
Als mein Interesse wuchs, wollte ich Yoga tiefer verstehen, was mich dazu brachte, 2016 mit Denise Payne meine erste Teacher Training zu absolvieren. Diese Erfahrung eröffnete mir einen neuen Weg, sowohl persönlich als auch beruflich.
Mein Unterricht ist heute in Foundation Flow und traditionellen Sonnengrüßen verwurzelt und mit einem Hauch kreativer Sequenzierung verfeinert. Ich leite die Schüler dazu an, sich achtsam zu bewegen, und ermutige sie, genau auf ihren Körper zu hören. Mit einem minimalistischen Hands-on-Ansatz lege ich Wert auf verbale Anweisungen und innere Wahrnehmung, um für jeden Schüler einen sicheren und achtsamen Raum zu schaffen.
Wie Yoga Marathonläufer unterstützt
Laufen stellt den Körper vor erhebliche Anforderungen, insbesondere an Hüften, Oberschenkelrückseiten, Waden und unteren Rücken. Yoga kann helfen, Mobilität, Körperbewusstsein und die Regulation des Nervensystems zu unterstützen und gleichzeitig Raum für Erholung zwischen den Trainingseinheiten zu schaffen.
Für Marathonläufer ist Erholung genauso wichtig wie das Training. Achtsame Bewegung und Dehnung können helfen, Spannungen zu lösen, das Gleichgewicht wiederherzustellen und den Körper auf weiteres Training vorzubereiten.
Für mich geht es bei Yoga um viel mehr als nur ums Dehnen. Es hilft mir, Bewusstsein und Balance in mein Training zu bringen und sowohl die körperlichen als auch die mentalen Anforderungen des Marathonlaufs zu unterstützen, während ich mit meinem Körper verbunden bleibe, während ich über die Zeit Ausdauer und Widerstandsfähigkeit aufbaue.
Yogaposen zur Unterstützung von Marathonläufern
Dangle Stretch
Eine einfache, aber effektive Dehnung, die hilft, Spannungen von den Knöcheln über die Oberschenkelrückseiten, die Wirbelsäule, den oberen Rücken, die Schultern und die Arme zu lösen. Lassen Sie Ihren Körper natürlich hängen und erlauben Sie der Schwerkraft, die gesamte hintere Muskelkette sanft zu entlasten.

Malasana und Schmetterlingshaltung
Diese Posen helfen dabei, die Hüften zu öffnen und aufgestaute Spannung nach dem Laufen zu lösen. Sie verbessern die Beweglichkeit im Hüftbereich und fördern gleichzeitig Entspannung und Erholung des Körpers.

Paschimottanasana
Eine tiefere Alternative zur hängenden Dehnung, die auf die hintere Oberschenkelmuskulatur, die Waden und den unteren Rücken abzielt. Diese Pose hilft außerdem, das Nervensystem zu beruhigen und die Entspannung des gesamten Körpers zu fördern.

Katzen-Kuh-Dehnung
Eine sanfte Bewegung, die die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessert und gleichzeitig Verspannungen im Bereich der Hüften und des unteren Rückens löst. Die fließende Bewegung zwischen den Positionen erzeugt eine sanfte Dehnung entlang der gesamten Wirbelsäule.
Seitbeugen-Dehnung
Perfekt, um nach dem Laufen Spannungen in Hüften, schrägen Bauchmuskeln und seitlichem Körperbereich zu lösen. Diese Dehnung hilft, verspannte Muskeln zu verlängern und verbessert die allgemeine Beweglichkeit des Körpers.

Erholungstipps für Läufer
Wenn du die Kraft und Disziplin hast, weit zu laufen, solltest du dir auch genügend Zeit geben, dich richtig zu erholen. Erholung ist Teil des Trainings, kein Belohnung danach.
Um deinen Körper langfristig zu unterstützen:
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Iss nahrhafte Mahlzeiten
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Priorisiere hochwertigen Schlaf
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Dehne dich regelmäßig
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Integriere passive Erholungsübungen
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Trainiere unter fachkundiger Anleitung
Einen guten Trainer zu haben mag teuer erscheinen, aber Verletzungen kosten oft viel mehr – körperlich, mental und finanziell. Ein richtiges Training hilft dir, konsequent zu bleiben, unnötige Verletzungen zu vermeiden und den Sport langfristig weiter mit Freude auszuüben.
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