Caley Alyssa ist eine in Los Angeles ansässige Bewegungstrainerin, Breathwork-Enthusiastin und selbsternannte Bewegungs-Junkie. Sie verbindet alte Weisheit mit moderner funktionaler Bewegung und hilft seit Jahren Menschen dabei, sich besser zu bewegen und sich lebendiger zu fühlen. Im Folgenden spricht Caley über die Entwicklung ihres Unterrichts, die Neurowissenschaft der Bewegung und darüber, warum Ruhe vielleicht die stärkste Fähigkeit ist, die sie gerade praktiziert.
Wie hast du Yoga entdeckt, und wie war dein Weg von der Schülerin zur Lehrerin?
Ich habe Yoga nicht einfach nur „gefunden“; ich bin mitten in einer Phase völliger Erschöpfung hineingestürzt. Es begann als Weg, meinen Rücken zu heilen, und endete damit, mein Leben zu heilen. Der Wechsel von der Schülerin zur Lehrerin geschah, als ich merkte, dass ich diese Magie nicht für mich behalten konnte.
Wie hat sich dein Unterricht im Laufe der Jahre entwickelt, und was inspiriert und prägt ihn weiterhin?
Mein Unterricht hat sich von „perfekter Ausrichtung“ zu „perfektem Gefühl“ verschoben. Ich lasse mich von der Widerstandskraft meiner Schüler:innen inspirieren und davon, wie Bewegung den gesamten Seinszustand eines Menschen in nur 60 Minuten verändern kann.
Außerdem bin ich insgeheim ein riesiger Nerd für Neurowissenschaften. Ich komme wegen des Flows, aber ich bleibe wegen der Daten darüber, wie Bewegung unser Gehirn neu verdrahtet.

Was liebst du am meisten an der Rolle als Lehrerin?
Ich liebe es, die „Aha“-Momente mitzuerleben, in denen eine Person erkennt, dass sie zu mehr fähig ist, als sie dachte. Menschen dabei zu helfen, ihre Kraft zurückzugewinnen, macht diese Arbeit zutiefst bedeutungsvoll.
Was bedeutet eine starke Praxis für dich im Moment, und wie findest du wieder zu dir, wenn du dich festgefahren oder aus dem Gleichgewicht fühlst?
Im Moment bedeutet Stärke Widerstandskraft. Es geht nicht darum, wie lange ich einen Handstand halten kann, sondern darum, wie schnell ich meine Mitte wiederfinden kann, wenn das Leben chaotisch wird.
Wenn ich mich festgefahren fühle, gehe ich nach draußen. Die Erde zu berühren oder einfach meine physische Umgebung zu verändern, hilft mir, den mentalen Nebel abzuschütteln und meinen Rhythmus wiederzufinden.
Wie bleibst du mit deiner eigenen Bewegungspraxis verbunden, während du deine Schüler:innen unterstützt?
Ich behandle meine eigene Praxis wie ein unverzichtbares Treffen mit mir selbst. Selbst wenn es nur 15 Minuten intuitive Bewegung vor einer Klasse sind, muss ich erst meinen eigenen Becher füllen, bevor ich in andere hineingießen kann.

Was lernst du gerade, oder wovon lässt du in dieser Lebensphase los?
Ich verlerne gerade das Bedürfnis, jede Sekunde „produktiv“ zu sein. Ich lasse mich auf die Schönheit der Pause ein und lerne, dass Ruhe tatsächlich eine High-Performance-Fähigkeit ist.
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